Kataloge und Himmelsatlanten  
 
 
  1. Sternkarten und Atlanten
    1. historische Sternkarten
      1. Uranometria
      2. Bonner Durchmusterung
      3. Atlas Coeli
      4. Sky Atlas
    1. aktuelle Sternkarten
      1. Uranometria Deep Sky
      2. Vehrenberg
      3. Palomar Observatory Sky Survey
      4. ESO
  1. Sternkataloge
    1. historische Sternkataloge
      1. Historika coelestis Britannica 
      2. Begleitbuch zum Atlas Coeli
    1. heute verwendete Kataloge
      1. Fundamentalkatalog (FK)  
      2. Smithsonian Astrophysical Observatory (SAO)
      3. Henry Draper Katalog (HD)
      4. Hipparcos (Hip)  
      5. Washington Double Star Catalog (WDS)
      6. General Catalogue of Variable Stars (GCVS)
 
  1. Programme für den PC
    1. Sternkarten
      1. TheSky
      2. Redshift
      3. Guide
      4. Celestia 
    1. phtographische Atlanten auf CD
      1. RealSky
      2. POSS digitalisiert auf CD
  1. Kataloge nicht stellarer Objekte
      1. New General Catalogue (NGC)
      2. Melotte  (Mel)
      3. Messier (M)
      4. Abell Katalog der Galaxienhaufen (Abell)
      5. Barnard Katalog der Dunkelwolken (B)
 
 
 

1 Sternkarten und Atlanten

 
 

1.a historisch Sternkarten

 
 

1.a.1 Uranometria

Die Uranometria ist ein im Jahre 1603 erschienener Himmelsatlas, der von dem deutschen Juristen und Astronomen Johann Bayer erstellt wurde. Sie stellt die erste genaue Sternkarte dar und enthält erstmals die Sterne beider Hemisphären. Da das Teleskop noch nicht erfunden war, enthält der Atlas nur Sterne, die mit bloßem Auge sichtbar sind.
In der Uranometria führt Bayer ein System zur Bezeichnung der Sterne mit griechischen und lateinischen Buchstaben ein, die noch heute verwendete Bayer-Bezeichnung.

Seite aus der Uranometria. (Bild rechts)

 
 

1.a.2 Bonner Durchmusterung

Die Bonner Durchmusterung (BD) ist ein Sternkatalog (bzw. daraus abgeleitet ein Atlas mit 36 Blättern) auf der Grundlage von visuellen Sternmessungen des nördlichen Sternhimmels, die Friedrich Wilhelm Argelander an der Sternwarte der Universität Bonn vornahm. Sie wurden zwischen 1852 und 1862 mit Unterstützung von Adalbert Krüger und Eduard Schönfeld durchgeführt.
Insgesamt wurden rund 325.000 Sterne im Deklinationsbereich zwischen 89° und -2° bis zur Größe 9.5 (teilweise bis 10) vermessen. Als Instrument diente hierfür ein von Fraunhofer hergestellter Kometensucher mit 7,7 cm Öffnung und 65 cm Brennweite. Die Rektaszension ist auf 0,1 Sekunden, die Deklination auf 0,1 Winkelminuten und die visuelle scheinbare Helligkeit auf 0,1 mag genau angegeben. Die Ortsangaben beziehen sich auf die Epoche 1855.
In der Bonner Durchmusterung erhielten die einzelnen Sterne fortlaufende Nummern nach dem Schema „Deklination“ „laufende Nummer“. So hat z.B. der Stern Beteigeuze die Bezeichnung BD +7° 1055. Das bedeutet: der 1055ste Stern auf 7° nördlicher Breite.

 
 

1.a.3 Atlas Coeli

Der bekannteste und am häufigsten verwendete astronomische Atlas der ganzen Welt ist die Becvar's Atlas Coeli Skalnate Pleso. Im Koordinatensystem der Epoche 1950,0 sind alle Sterne heller als 7,75 Größe aufgeführt. Die Darstellung wird abgestuft in 16 großen Karten des Atlas im Maßstab von 1 ° = 0,75 cm. Es sind speziell markiert die optischen und spektroskopischen Doppelsterne, Mehrfachsysteme, Novae, Supernovae und die hellsten Radio-Quellen, dann Kugelsternhaufen und offene Sternhaufen, Galaxien und extragalaktischen Nebel bis zur 13. Größe, die Form der größeren diffusen Nebel und Dunkelnebel, die Form der Milchstraße, die Ekliptik, den galaktischen Äquator und die internationalen Grenzen der Sternbilder.  
Im Gegensatz zu anderen Atlanten, ist der Atlas Coeli einzigartig, vor allem wegen der planaren und diffusen Quellen, die in einem Teleskop mit einem Durchmesser bis zu 20 cm sichtbar sind. Aufgrund dieser Tatsache, wurde der Atlas eine ideale Unterstützung bei der Suche nach Kometen. Die hohe Perfektion und Klarheit der Karten sind der Grund, warum der Atlas ist als eine notwendige Unterstützung in der Nacht während nicht weniger als drei Jahrzehnten, in professionellen Observatorien auf der ganzen Welt als auch bei anspruchsvollen Amateur-Astronomen .

 
 

1.a.4 Sky Atlas

 
 

1.b aktuelle Sternkarten

 

1.b.1 Uranometria Deep Sky Atlas 2000.0

Der Atlas umfasst 220 doppelseitige Sternkarten, die in Nord- und Südband aufgeteilt sind. Die Grenzgröße der 280 000 Sterne geht bis 9.75 mag.

 
 

1.b.2 Vehrenberg

 
 
Falkauer-Atlas

Hans Vehrenbergs astronomisches Erstlingswerk war der „Falkauer Atlas“, ein fotografischer Sternatlas in 303 Blättern zu je 12x12° Bildfeld. Er wurde zu Beginn der 1960er Jahre mit zwei Astrografen auf Vehrenbergs Privatsternwarte im Schwarzwald (Falkenau) aufgenommen und reichte bis zur 13. Sterngrößenklasse. Durch seine preisgünstige, aber praxisgerechte Ausstattung fand er weltweit Verbreitung.

Atlas-Stellarum

1964 erweiterte Vehrenberg den Falkauer  Atlas um 125 Aufnahmen des Südhimmels, die er am Boyden Observatory  in Boyde, Südafrika, machte. Manches „Amateurhafte“ dieses Kartenwerks ließ ihm aber keine Ruhe, und so brachte er mit verbesserter Replikatechnik im folgenden Jahrzehnt den „Atlas Stellarum „ mit Äquinoktium 1950.0 auf insgesamt 450 Karten heraus. Dieser wurde zu einem weltweit verbreiteten Arbeitsmittel sowohl für Amateur- als auch für Berufsastronomen und reichte bis zur 14. Sterngrößenklasse.

Seite aus dem Atlas Stellarum: NGC 869 NGC 884 oder h und chi im Perseus.
 
 

1.b.3 Palomar Observatory Sky Survey (POSS)

Der Palomar Observatory Sky Survey (POSS) war die wichtigste photographische Durchmusterung des nördlichen und äquatorialen Himmels in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.
Der erste Palomar Observatory Sky Survey wurde mit Unterstützung der National Geographiks Society seit 1948 vom California Institut of Technologie durchgeführt und 1958 abgeschlossen. Aufnahmeinstrument war das große Schmidt-Teleskop ("Big Schmidt", Hauptspiegel 180 cm, freie Apertur 120 cm, Brennweite 300 cm) am Mount Palomar Oservatorium. Der Survey reicht auch über große Teile des Südsternhimmels und zeigt alle Sterne und Galaxien bis etwa zur 22. Größenklasse.

 
 

1.b.3.1 Kontaktabzüge der Photoplatten
Die einzelnen Photoplatten decken jeweils etwa 6° x 6° am Himmel ab. Jedes Gebiet wurde zweimal beobachtet, einmal mit einer blauempfindlichen Kodak 103a-O-Fotoplatte und einmal mit einer rotempfindlichen Kodak 103a-E-Platte. Dadurch enthält der POSS auch Information über die Farbe der beobachteten Himmelsobjekte, womit z.B. für Sterne der Spektraltyp sehr grob geschätzt werden kann.

 

1.b.3.2 POSS digitalisiert auf CD


Zwei Photoplatten des POSS. Sie zeigen die offenen Stern-
haufen NGC 869 und
NGC 884.

 
 

1.b.4 ESO (European Southern Observatory)

Um den Südhimmel wurde von der ESO die Sternwarte im chilenischen La Silla gebaut. Der POSS-II wurde dort zwischen 1994 und 2001 auf Filmmaterial vervielfältigt und vertrieben. Auf Grund des hohen Preises ist der POSS-II bei weitem nicht so verbreitet wie der erste POSS, findet sich aber in allen bedeutenden Sternwarten und astronomischen Instituten.

 
 

2. Sternkataloge

 
 

2.a historische Sternkataloge 

 

2.a.1 Historika coelestis Britannica

Die Bezeichnung besteht aus der Flamsteed-Nummer gefolgt vom Genitiv des lateinischen Namens des Sternbilds, in dem der Stern liegt (zum Beispiel alpha Lyrae für Wega in der Leier)

 
 

2.a.2 Begleitbuch zum Atlas Coeli

 
 

2.b heute verwendete Kataloge

 

2.b.1 Fundamentalkatalog (FK)

In so genannten Fundamentalkatalogen sind die Positionen und Eigenbewegungen
von Sternen verzeichnet, die über lange Zeiträume genau vermessen wurden. Sie legen ein besonderes, absolutes Koordinatensystem fest, das Fundamentalsystem. Durch eine größere Zahl von Fundamentalsternen wird auf der Himmelskugel das Fundamentalsystem der Astronomie definiert.

 
 
 

Kurzname

Stern Anzahl

Offizieller Name

Erschienen

Genauigkeit

FK 3

873

Dritter Fundamentalkatalog

1937

0,1“

FK 4

1535

Vierter Fundamentalkatalog

1963

0,1“

FK 5

1535

Fifth Fundamental Catalogue

1988

0,05“

FK 6

4150

Sixth Fundamental Catalogue

2000

0,03“

 
 

2.b.2 Smithsonian Astrophysikal Observatory (SAO)

Der SAO-Katalog ist ein Sternkatalog des Smithsonian Astrophysikal Observatory. Er wurde um 1966 für die astrometrische Ausmessung von Fotoplatten und für die Satellitengeodäsie erstellt. Er enthält 259.000 Sterne in der Standard-Epoche 1950.0 bis hinab zur scheinbaren Helligkeit 9m.
Der Katalog wurde aus den besten damals verfügbaren Quellen zusammengestellt und hat am Nordhimmel Genauigkeiten um 0,5", im Süden etwas schlechtere.
Das vierbändige Werk wird durch einen Satz von 152 Sternkarten ergänzt, die den gesamten Himmel überlappend in 20×20°-Teilen darstellen. Sie sind genau im Maßstab von speziellen Satellitenkameras gezeichnet.

 
 

2.b.3 Henry Draper Katalog (HD)

Der Katalog wurde erstmals zwischen 1918 und 1924 von Anny Jump Cannon und ihren Mitarbeitern am Harvard College Observatory unter der Aufsicht von Edward Charles Pickering in neun Bänden herausgegeben. Er wurde zu Ehren von Henry Draper benannt, dessen Witwe die Finanzierung bereitgestellt hatte. 1949 wurde derKatalog um nochmals 133.783 auf insgesamt 359.083 Sterne ergänzt.
Die im Katalog aufgeführten Sterne haben eine mittlere scheinbare Helligkeit bis hinunter zu 8,25 mag, Der Katalog deckt den gesamten Himmel ab und kann außerdem als die erste großangelegte Anstrengung gelten, die Spektraltypen von Sternen zu katalogisieren, denn die Genauigkeit der Sternpositionen betrug nur 1 Minute bzw. 1 Bogenminute.
 
 

2.b.4 Hipparcos (Hip)

Der Hipparcos-Katalog wurde aus Daten des astrometrischen Satelliten Hipparcos der Europäischen Weltraumorganisation ESA zusammengestellt, der zwischen 1989 und 1993 im Einsatz war. Der Katalog wurde 1997 veröffentlicht und enthält 118.218 Sterne in bisher einmaliger Präzision - durchschnittlich ±0,003". Er ist auch wegen seiner Parallaxenmessungen interessant, die um einiges akkurater sind als von Observatorien am Boden vorgenommene, und wegen der Messungen von Radialgeschwindigkeiten.

 
 

2.b.5 Washington Double Star Catalog (WDS)  

Der Washingtoner Doppelstern Katalog ist die wichtigste Datenbank für Doppelsterne. Er umfasst 136 000 Doppelsternsysteme und wird jede Nacht aktualisiert.

 
 

2.b.6 General Catalogue of Variable Stars (GCVS)

Der GCVS wurde erstmals 1948 von der Akademie der Wissenschaften der UdSSR
und dem Sternberg-Institut für Astronomie an der Moskauer Lomonossow-Universität
veröffentlicht mit 10.820 benannten veränderlichen Sternen im galaktischen Feld. Die
zweite Version wurde 1968 und die dritte Version in den Jahren 1985 bis 1987
veröffentlicht. Er enthält 40.215 Einträge in drei Bänden (Stand 2010), wobei 11.844
neue veränderliche Sterne in Namelist nachgetragen wurden.

 
 

3. Programme für den PC

 

3.a Sternkarten

Den Sternkarten der folgenden Programme liegen die Daten der wichtigsten Atlanten zugrunde.

 
 

3.a.1 TheSky

Mit dieser Software lässt sich die Ansicht des Himmels für jede Zeit mit beliebigem Standort auf der Erde darstellen. Es lassen sich Sternkarten mit einer einfachen Handhabung erstellen. Gut geeignet für Amateurastronomen.

 
 

3.a.2 Redshift

Das Programm ist geeignet für nicht beobachtende Interessierte, es bietet ein Planetariumsprogramm mit visuellen Effekten. Die Sternkarten für die Beobachtung sind nicht ausdruckbar. Die Mondstellungen der Planeten sind sichtbar.

 
 

3.a.3 Guide

Die Karten sind zwar ausdruckbar, aber die Handhabung ist umständlich.

 
 

3.a.4 Celestia

Planetariumsprogramm
Freeware unter www.shatters.net
Computer-Reise durch das Universum

 
 

3.b photographische Atlanten auf CD

 

3.b.1 RealSky

Nord- und Südhimmel auf 16 CDs mit einer Grenzgröße von

 
 

3.b.2 Palomar Observatory Sky Survey (POSS), digitalisiert auf CD

Im Jahr 1994 wurden die digitalisierten Photoplatten und auf 102 CD-ROMs veröffentlicht.

 
 

4 Kataloge nicht stellarer Objekte

 
 

4.1 New General Catalogue (NGC)

Der New General Catalogue (NGC), vollständiger Titel: New General Catalogue of Nebulae and Clusters of Stars, ist ein Katalog von galaktischen Nebel, Sternhaufen und Galaxien.
Der NGC wurde in den 1880er-Jahren zusammengestellt und 1888 von Johan Ludvig Emil Dreyer veröffentlicht; vor allem nach Beobachtungen von Wilhelm Herschel (1738-1822).
1895 und 1908 wurde er erweitert um die beiden Index-Kataloge IC I und IC II, die auch lichtschwächere Objekte enthalten.
Der NGC enthält 7840 Objekte, darunter auch die meisten des Messier-Katalogs. Im Unterschied zum Messier-Katalog sind die Objekte des NGC-Katalogs nach Rektaszension geordnet. Aufgrund der großen Anzahl enthält er auch einige kleinere Fehler, so sind z. B. einige Objekte mehrmals unter verschiedenen Katalognummern enthalten oder in einem der Index-Kataloge nochmals aufgenommen.
Eine neuere Version des NGCs ist der RNGC. In Dauerbeobachtung wird der Katalog vom NGC/IC-Projekt verfeinert. Echte Nachfolger dieses Katalogs in Verbindung mit seiner Index-Katalog-Erweiterung gibt es nicht.

Seit dem frühen 20. Jahrhundert wurden Kataloge nur noch speziell für die einzelnen Objekttypen angelegt. Insbesondere existieren einige Galaxienkataloge.
Der NGC wird gerne von Amateurastronomen verwendet, weil er viele Objekte enthält, die auch mit Amateurteleskopen noch beobachtet werden können.

 

4.2 Melotte (Mel)

Philibert Jacques Melotte (* 29.1.1880;  † 30.3.1962) war ein britischer Astronom, dessen Eltern aus Belgien eingewandert waren.
Im Jahre 1908 entdeckte er einen neuen Mond des Planeten Jupiter, der heute unter dem Namen Pasiphae bekannt ist. Diesen Namen erhielt der Himmelskörper allerdings erst 1975, vorher wurde er als "Jupitermond VIII" bezeichnet, da er der achte entdeckte Mond des Planeten war.
Am 16.1.1909 entdeckte er den Planetoiden (676)  Melotta. Im Jahr 1915 stellte er einen Katalog von 245 offenen Sternhaufen und Kugelsternhaufen zusammen, der insbesondere viele große und schon mit bloßem Auge sichtbare Haufen wie die Hyaden (Mel 25), das Haar der Berenike und die alpha-Persei-Gruppe (Mel 20) enthält.
So enthält der Katalog Sternhaufen, die nicht in die modernen Standard-Kataloge Messier, NGC und IC aufgenommen wurden.

 
 

4.3 Messier (M)

Charles Messier war ein französischer Astronom, der zwischen 1758 und 1784 einen Katalog nebelartig erscheinender Himmelsobjekte zusammen stellte. Messier suchte Kometen und katalogisierte deshalb Objekte des Fixsternhimmels, um Verwechslungen auszuschließen. Der so genannte Messier-Katalog enthält Galaxien, Kugelsternhaufen, offene Sternhaufen, Gasnebel, planetarische Nebel und einen Supernovaüberrest. Die Katalognummern verwendet man auch heute noch, um die von ihm erfassten Objekte zu kennzeichnen.
Als Messier 1758 einen Kometen verfolgte, entdeckte er den Krebsnebel im Stier. Insgesamt entdeckte Messier 21 Kometen. Er benutzte viele verschiedene Teleskope
für seine Beobachtungen, meisten verwendete er kleine, einfache Refraktoren mit einer Öffnung von 2,5 bis 3,5 Zoll. Die ersten 100 Objekte wurden 1801 von Bode in Berlin veröffentlicht.

 

4.4 Abell Katalog der Galaxienhaufen (Abell)

Der Abell-Katalog umfasst 4073 Galaxienhaufen. Jeder dieser Haufen umfasst mindestens 50 Galaxien zwischen der Helligkeit des dritthellsten Haufenmitglieds, m3 und zwei Magnituden schwächer . Außerdem müssen die mindestens 50 Mitglieder, bei einer angenommenen Hubble-Konstante von H0 = 70 km/(sec x Mpc) , in einem Radius von 2 Mpc liegen, dem so genannten Abell-Radius. Die Rotverschiebungen der Haufen gehen nominell bis z = 0,2 , tatsächlich wurden für etliche Abell-Haufen später auch größere Werte gemessen.
Die erste Version des Katalogs wurde 1958 von George Ogden Abell veröffentlicht, entstand durch Inspektion der rotempfindlichen Aufnahmen des Palomar Observatory Sky Survey mit Hilfe einer Lupe und enthielt 2712 Galaxienhaufen. 1989 wurde er um 1361 Haufen aus den zuvor nicht erfassten Teilen des Südhimmels ergänz. Neben den Koordinaten wurden Kennzahlen für die Mitgliederzahl, Kompaktheit und ungefähre Entfernung des Haufens angegeben.

 
 

4.5 Barnard Katalog der Dunkelwolken (B)

Aufbauend auf einer ersten Version von 1919 wurde er 1927 von dem Astronom Edward Emerson Barnard herausgegeben, der die Natur der Dunkelwolken entdeckte. Es sind nur Dunkelwolken nördlich der Deklination von -35° enthalten.

 
     
  letztes Update 5.6.2016