Der 11-Zoll-Refraktor der Sternwarte Eberfing

 
 

Der prinzipielle Aufbau des neuen Gerätes ist wie bei jedem Refraktor.

 
   
 

Das Objektiv sammelt das Licht des Objekts. Das Okular ist die Lupe, mit der das Bild weiter vergrößert wird.  
Kernstück ist das Objektiv. Dank moderner Glasschmelzen mit niedrig dispersiven Gläsern ist es auch in der Astronomie möglich, mehrere Linsen zu einem Objektiv zu kombinieren.   

In den Anfängen des Fernrohrbaus war es schwierig das wenige Licht, das in der Astronomie zur Verfügung steht, ohne zu große Verluste durch die Optik des Gerätes zu bringen. Da war nicht daran zu denken, mehr als die zur Abbildung erforderlichen Linsen im Strahlengang zuzulassen.   Heute sind die Linsen beschichtet, um Lichtverluste zu vermeiden, vergütet. Das heißt mit einer Schicht versehen, die Reflektionen reduziert. So ist es möglich, das Objektiv des neuen Refraktors aus drei Linsen zusammen zusetzen. Dieser Aufwand dient dazu, einen Fehler zu mindern, den alle Linsenfernrohre aufweisen.
Das Objektiv eines Linsenfernrohrs erzeugt eine Abbildung durch Berechung des Lichts. Die Lichtbrechung ist Wellenlängen abhängig. Das heißt, die Brennweite ändert sich mit der Wellenlänge, also mit der Farbe des Lichts. Oder anders ausgedrückt, das Blaue Bild liegt nicht über dem Roten Bild des Objekts. Das Bild bekommt Farbsäume und wird verwaschen, unscharf.   
Um nur zwei Farben zu korrigieren sind auch nur zwei Linsen erforderlich. Das geschieht mit einen Achromaten mit zwei Linsen. Sollen mehr Farben korrigiert, also ihre Bilder zur Deckung gebracht werden, sind mehr Linsen notwendig.
Wir benötigen einen Apochromaten.

 
 
 

Das Spot-Diagramm rechts:
Der schwarze Kreis gibt die theoretische Größe des Beugungsscheibchens aufgrund der Fernrohröffnung an. (Airy Disk)  Die farbigen Kreise geben die Größe des Beugungsscheibchens in der entsprechenden Farbe an.
Ist der farbige Kreis vollständig innerhalb der Airy Disk, spricht man von beugungsbegrenzter Optik.  

 
 

In den Anfängen des Fernrohrbaus war es schwierig das wenige Licht, das in der Astronomie zur Verfügung steht, ohne zu große Verluste durch die Optik des Gerätes zu bringen. Da war nicht daran zu denken, mehr als die zur Abbildung erforderlichen Linsen im Strahlengang zuzulassen.  

 
 

Somit wiegt das gesamte Fernrohr mit dem Montierungsadapter 313 kg also ca 100 kg weniger als das Cassegrain Spiegelteleskop.

Siehe auch Objekt des Monats August 2017