(4) Vesta

 
  Planetoiden sind Gesteinsbrocken von wenigen Metern bis 1400 km Durchmesser. Die Meisten umkreisen die Sonne zwischen der Mars- und der Jupiterbahn. Es gibt nur wenige mit sehr exzentrischen Bahnen.
Einige sehr wenige Asteroiden, vor allem Vesta, sind vermutlich mit der seltensten Klasse von Meteoriten verwandt, den Achondriten. Ihre Oberfläche hat eine vulkanische Zusammensetzung, ähnlich den Laven der Erde und des Mondes.
 
 
(4) Vesta ist mit einem Durchmesser von rund 550 km der drittgrößte und hellste aller Planetoiden und ist ein Kleinkörper (Definition). Seine Helligkeit beträgt günstigstenfalls 5,5 mag. Er umkreist die Sonne in 3.6 Jahren in einem Abstand von 2,15-2,57 AE (Astronomische Einheit: 1AE = Entfernung Erde – Sonne, 150 Millionen Kilometer). Dabei rotiert er in 5 Stunden und 20 Minuten um seine Achse.
Nach ihrer Entdeckung erhalten Planetoiden eine fortlaufende Nummer und so ist Vesta an 4. Stelle.
Vesta befindet sich in Opposition zur Sonne (Helligkeit) : 28.9.2015 (6,3), 16.1.2017 (6,2), 21.6.2018 (5,3!)
 
 
Das Bild von (4) Vesta (Hubble-Weltraumteleskop) zeigt, dass sie keine kugelförmige Gestalt besitzt und somit zu den Kleinkörpern gezählt werden muss, da nur kugelförmige Himmelskörper als Zwergplaneten bezeichnet werden.
 
 

Die Raumsonde DAWN umkreiste von Juli 2011 ein Jahr lang den Asteroid (4) Vesta. Dabei wurden neue Erkenntnisse und spektakuläre Bilder gewonnen.

 
 
Die Aufnahmen wurde von der Sonde DAWN aus einem Orbit in 16000km Höhe 2011 gemacht. Während des virtuellen Überflugs ist am Südpol ein Berg von etwa 25 km Höhe zu sehen, der damit fast dreimal höher als der Mount Everest ist.
 
 

Der Asteroid besitzt eine Kruste aus erkalteter Lava, darunter liegt eine Gesteinsschicht aus Mineralien, darunter ruht ein schwerer Kern aus Nickel und Eisen. Einen solchen Aufbau kennen Astronomen sonst nur von den Gesteinsplaneten Merkur, Venus, Erde und Mars. (Aus Focus)

Auf dem Bild rechts ist der Berg an (4) Vestas Südpol zu erkennen.

 
 

Der Krater Marcia hat einen Durchmesser von 70 km und ist einer der jüngsten Krater auf Vesta. Auf dem Kraterboden sind einige Gruben zu erkennen.
Wissenschaftler gehen davon aus, dass kohlenstoffreiche Meteroiden bei langsamen Zusammenstößen (anhaften) hydrierte Mineralien hinterließen. Bei Zusammenstößen mit hoher Geschwindigkeit mit Brocken des Asterioidengürtels wurde das Wasser aus den Mineralien freigesetzt. Es wird angenommen, dass es explosionsartig in den Weltraum abgaste. Dabei hat es eine grubenartige Mulde hinterlassen.

 
   
  letztes Update 4/06/2016