Liste der in Bayern sichtbaren
Meteorströme

 
 

Erklärung der in der Meteorstromliste angegebenen Werte:

 
 

Radiant

Koordinaten des scheinbaren Ursprungsorts des Meteorstroms (Epoche J2000.00)
mit Rektaszension und Deklination.

Zenithal Hourly Rate ZHR

Die (ZHR) eines Meteorstroms ist die Anzahl der Meteore, die ein Beobachter innerhalb einer Stunde unter einem Himmel mit der visuellen Grenzgröße 6,5m sieht, wenn der Radiant des Stroms genau im Zenit steht und sich kein Hindernis im Blickfeld befindet.
Da diese Idealsituation nicht exakt vorkommen kann, ist die wahre, beobachtete Rate immer niedriger als die theoretische Rate aus der Liste der Meteorströme.
Dabei wurde eine Grenzgröße von 6 mag eingesetzt und dann ergibt sich für die Anzahl der Meteore pro Stunde
N = ZHR * sin h / r 0,5  
Die stündliche Ereignisrate wird durch die Zenith Houre Rate wie folgt beschrieben:
 ZHR \approx \frac{N \cdot r^{6,5-m_{gr}}}{t \cdot \sin h}
N: Anzahl der Meteore des beobachteten Meteorstromes
r: Populationsindex
mgr: Grenzgröße der schwächsten, mit bloßem Auge beobachtbaren Sterne
t: Beobachtungszeit in Stunden
h: Höhe des Radianten über dem Horizont zur Mitte des Beobachtungszeitraums am      Beobachtungsort

Populations-
index r

Ein Meteorstrom besteht aus vielen Meteoren unterschiedlicher Größe. Geht man davon aus, dass in einem bestimmten Größenbereich die Anzahl der Meteore einer bestimmten Größe exponentiell mit der Größe abfällt, so kann man dies in einer Formel quantifizieren. Je größer ein Meteor, umso größer die Helligkeit beim Eintritt in die Erdatmosphäre. Der Populationsindex quantifiziert diesen exponentiellen Zusammenhang zwischen Anzahl der Meteore und deren Helligkeit.
r beschreibt die Helligkeitsverteilung der Meteore eines Meteorstromes.

verursachender Komet / Asteroid

Die Meteorströme werden durch Stücke von Kometen oder Asteroiden verursacht. Jedoch haben manche Meteore folgenden Ursprung:
In der Ebene der Ekliptik haben sich die Stücke und Teilchen von lange vergangenen Kometen verteilt, diese Meteorströme haben kaum Maxima.
Die sporadische Hintergrundaktivität der ekliptikalen Meteorströme wird in neuen Tabellen auch Anthelion – Strom genannt.

Geschwindigkeit der Meteorite

Geschwindigkeit beim Eintritt in die Erdatmosphäre.

Höhe h

Höhe des Radianten über dem Horizont in der Nacht des Maximums um 2:30 .
Gilt für Orte südlich von München

 
 

Zur Berechnung der Häufigkeit der Meteore (für jeden Tag im Jahr) werden für die Meteorströme Zahlen angegeben, mit denen die Anzahl pro Stunde ermittelt werden kann.

 
 

Das folgende Diagramm zeigt die Meteorströme über das Jahr verteilt. Ein Meteorstrom steht weiter oben im Diagramm je mehr Meteore er im Maximum hat. Dabei beschreibt die Länge des Balken den Zeitraum in dem der Meteorstrom beobachtet werden kann. Die vertikale Höhenlage im Diagramm zeigt (logarithmisch) den Maximalwert der Meteore pro Stunde auf, wenn die Erde das Zentrum des Meteorstroms durchläuft.
Interessant für die Beobachtung sind die Ströme mit mehr als 10 Meteore pro Stunde. Die Nummern im Diagramm entsprechen den Nummern der Meteorströme in der Liste unten.

Im nächsten Diagramm ist die Summe der Meteore für jeden Tag dargestellt.

So das wir jetzt die folgenden 7 interessanten Meteorströme gefunden haben

 
 

Meteorstromliste der Top Sieben

 
 

Januar


1 Bärenhüter

1 Quadrantiden

QUA

Maximum 3. Januar
Aktivitätszeitraum 28. Dezember - 12. Januar
Radiant 15h 20min +49 Grad
Sternbild Bärenhüter
ZHR 120
Populationsindex 2,1
Verursacher Asteroid 2003 EH 1
Geschwindigkeit der Meteore 41 km/sec
Höhe h 32 Grad
Bemerkungen Der ursprüngliche Name Quadrantiden leitet sich vom Sternbild Mauerquadrant ab, das allerdings nicht mehr offiziell geführt wird.
Das Maximum am 3.1. ist am frühen Abend mit bis zu 120 Meteore in der Stunde. Sie scheinen aus dem Sternbild Bootes zu kommen. Der zirkumpolare Radiant steht jedoch abends nah am Horizont, wodurch die Zahl der beobachtbaren Meteore stark minimiert wird. In der zweiten Nachthälfte gewinnt der Radiant an Höhe, wodurch der Anteil an beobachtbaren Meteoren steigt.
Der Radiant driftet vom Beginn in Richtung Herkules.

April


4 Leier

4 Lyriden

LYR

Maximum 22. April
Aktivitätszeitraum 16. - 25. April
Radiant 18h 04min +34 Grad
Sternbild Leier
ZHR 18
Populationsindex 2,1
Verursachender Komet C/1861 Thatcher
Geschwindigkeit der Meteore 49 km/sec
Höhe h 76 Grad
Bemerkungen

Der 5° durchmessende Radiant verlagert sich nach dem Maximum täglich um 1,1° in östlicher Richtung -- in dem Maß, um den die Bahn des Herkunftskometen gekrümmt ist. Die maximale Zahl der relativ rasch (49 km/sec) fliegenden Meteore beträgt am 22. April etwa 18 pro Stunde, wird aber in unseren Breiten kaum erreicht.

Mai


6 Wassermann

6 Eta Aquariden

ETA

Maximum in der Nacht vom 5. zum 6. Mai
Aktivitätszeitraum 19. April - 28. Mai
Radiant 22h 32min -01 Grad
Sternbild Wassermann
ZHR 65
Populationsindex 2,4
Verursachender Komet 1P/Halley
Geschwindigkeit der Meteore 66 km/sec
Höhe h 20 Grad
Bemerkungen

Sie gehören zwar zu den großen Meteorströmen, sind aber von unseren Breiten schwer zu beobachten. Grund dafür ist die Lage des Radianten. Er liegt im Nord-Teil des Sternbildes Wassermann und erreicht eine gute Höhe über dem Horizont erst um 4 Uhr, aber zu dieser Zeit setzt am Monatsanfang die astronomisch Dämmerung und am Monatsende sogar schon die nautische Dämmerung ein. Es kann also nur ein Teil der Meteore beobachtet werden.
Die Eta – Aquariden sind schnell Meteore mit langen Bahnen. Ursache hierfür ist das fast tangentiale Auftreffen der Meteoriten auf die Erdatmosphäre. Die fliegen lange in den dünnen oberen Luftschichten.

August


14 Perseus

14 Perseiden

PER

Maximum 12. August
Aktivitätszeitraum 17. Juli – 24. August
Radiant 03h 12min +58 Grad
Sternbild Perseus
ZHR 100
Populationsindex 2,2
Verursachender Komet 109P/Swift-Tuttle (1862 III)
Höhe h 69 Grad
Bemerkungen

Die Perseiden sind ein jährlich wiederkehrender Meteorstrom, dessen Radiant (Ausstrahlungspunkt) im Sternbild Perseus liegt. Sie werden auch  Laurentiustränen genannt.
Ein Meteorstrom tritt auf, wenn die Erde die Bahn des verursachenden Kometen kreuzt. Die Zahl der Meteore ist  immer dann am größten, wenn die Erde dem Kometenkern nahe kommt, wie es 1992 der Fall war. Dann leuchten bis zu 110 Meteore pro Stunde auf. Das kann in 130 Jahren wieder der Fall sein, denn so lang ist die Umlaufdauer des Kometen Swift-Tuttle.

Oktober


18 Drache

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


22 Orion

18 Draconiden

GIA

Maximum 8. Oktober
Aktivitätszeitraum 6. – 10. Oktober  
Radiant 17h 28min +54 Grad
Sternbild Drache
ZHR variable
Populationsindex 2,6
Verursachender Komet 21P/Giacobini-Zinner
Geschwindigkeit der Meteore 20 km/sec
Höhe h 12 Grad
Bemerkungen

Dieser Meteorstrom wird auch Giacobiniden genannt.
Der Radiant liegt im „Kopf“ des Sternbilds Drache, der von Mitteleuropa aus zirkumpolar ist.
Komet Giacobini-Zinners Bahn kreuzt die Erdbahn alle 13 Jahre (zwei Umlaufsperioden von Giacobini-Zinner), dann kommt es zu nahen Begegnungen zwischen Giacobini-Zinner und der Erde, wodurch sich die Erde durch die Teilchenwolke des Kometen hindurchbewegt. Dadurch kam es 1933, 1946, 1985 und 1998 zu einer erhöhten Rate an Meteoren. Die spektakulärsten Ereignisse traten 1933 und 1946 auf, bei denen eine Zenithal Hourly Rate (ZHR) von annähernd 10.000 Meteoren pro Stunde beobachtet wurde – d. h. bei günstigem Standort etwa 3 pro Sekunde. In den Jahren 1985 und 1998 erreichte die ZHR einen Wert von über 500 Meteoren pro Stunde. 2005 wurde mittels Radar eine ZHR von stündlich 150 Meteoren pro Stunde registriert, wogegen visuell immerhin 40 Sternschnuppen pro Stunde gesichtet wurden.
Am 8. Oktober 2011 zwischen 18 und 23h MESZ wurde erneut eine stark erhöhte Fallrate beobachtet. Die ZHR erreichte einen Wert von annähernd 300 Meteoren pro Stunde. Aufgrund des fast vollen Mondes, der den Himmel aufhellte, konnten jedoch visuell nur deutlich weniger Meteore gesichtet werden. Ein Jahr später kam es am 8. Oktober erneut zu einer erhöhten Meteorrate. In den Abendstunden wurde eine ZHR von etwa 500 Meteoren pro Stunde beobachtet.

22 Orioniden

ORI

Maximum 21. Oktober
Aktivitätszeitraum 2. Oktober  – 7. November   
Radiant 06h 20min +16 Grad
Sternbild Orion
ZHR 25
Populationsindex 2,5
Verursachender Komet 1P/Halley  
Geschwindigkeit der Meteore 66 km/sec
Höhe h 66 Grad
Bemerkungen

Die Orioniden sind lose Wolken zerstreuten Materials des Halleyschen Kometen, die sich im Laufe der Jahrtausende durch Einflüsse kleiner Bahnstörungen und des Sonnenwinds entlang der ganzen Kometenbahn verteilt haben. Auch die Eta-Aquariden, in der ersten Maihälfte, stammen vom Halleyschen Kometen, allerdings von einer anderen Stelle seiner schlanken Ellipsenbahn.
Die kleinen Körper sind nur wenige Milligramm schwer, produzieren aber wegen ihrer hohen Geschwindigkeit dennoch eine helle Leuchtspur durch Ionisierung der Luftteilchen in der hohen Atmosphäre. Im Gegensatz zu sporadischen (zufällig verteilten) Meteoren haben sie wegen des gemeinsamen Herkunftskometen fast parallele Bahnen im Raum.

Dezember


30 Zwillinge

30 Geminiden

GEM

Maximum 13. Dezember
Aktivitätszeitraum 7.–  17. Dezember     
Radiant 07h 28min +33 Grad
Sternbild Zwillinge
ZHR 120
Populationsindex 2,6
Verursachender Asteroid (3200) Phaethon   
Geschwindigkeit der Meteore 35 km/sec
Höhe h 55 Grad
Bemerkungen Als Ursprungskörper der Geminiden, die nichts anderes sind als eine die Sonne umkreisende Staubwolke, gilt ein als Asteroid klassifizierter Himmelskörper namens (3200) Phaethon. Seine Bahn um die Sonne ähnelt, abgesehen von der kurzen Umlaufszeit von lediglich 1,43 Jahren, stark der eines Kometen. Es wurde verschiedentlich vermutet, dass Phaethon ein „erloschener“ Komet ist, der seine flüchtigen Bestandteile (Gas und Staub) bereits vollständig verloren hat. Im Jahr 2013 zeigte die Auswertung von Messungen der STEREO-Raumsonden schwache Anzeichen von Materieemissionen von Phaeton. Dies und seine relativ zur Gesamtheit der Geminiden geringe Masse führten zu der Theorie, dass ein Ereignis wie z. B. ein Auseinanderbrechen von (3200) Phateon deren Ursprung sein könnte
Die Aktivität der Geminiden hat sich in den letzten Jahrzehnten kontinuierlich erhöht. Im Jahr 2013 wurde im Maximum eine ZHR von annähernd 140 Geminiden pro Stunde registriert.
 
 

Liste der 60 schwächeren Meteorströme

 
     
 

Januar


34 Zwillinge
35 Drache

 



36 Bärenhüter

 

 

 



37 Krebs

 

 

 


38 Löwe

34 Rho Geminiden

 
Aktivitätszeitraum 8. - 9. Januar
Sternbild Zwillinge
ZHR 1
Populationsindex 3,0
Höhe h 61 Grad

35 Januar Draconiden

 
Aktivitätszeitraum 13. - 16. Januar
Sternbild Drache
ZHR 1
Populationsindex 3,0
Verursachender Komet 21P/Giacobini-Zinner
Geschwindigkeit der Meteore 20 km/sec
Höhe h 12 Grad
Bemerkungen Häufig kommt es in den Jahren zu erhöhter Meteoraktivität, in denen auch der verursachende Komet sein Perihel erreicht. Dies geschieht mit einer Periode von 6,6 Jahren und war zuletzt im Jahr 2012 der Fall. Aufgrund ihres Ursprungskometen sind die Draconiden auch als Giacobiniden-Strom bekannt.

36 Januar Bootiden

Aktivitätszeitraum 16. - 18. Januar
Sternbild Bootes ( Bärenhüter)
ZHR 100
Populationsindex 3,0
Geschwindigkeit der Meteore 40 km/sec
Höhe h 1 Grad
Bemerkungen

Treten in der zweiten Nachthälfte auf. In der Nacht vom 3. auf den 4. Januar ist das spitze Maximum zu erwarten. Mit bis zu 120 Objekten pro Stunde ist zu rechnen. In manchen Jahren wurden bis zu 200 Objekte beobachtet. Helle Sternschnuppen sind eher selten. Interessant ist das im Moment kein Erzeugerkomet für diesen Strom bekannt ist.

37 Delta Cancriden

Aktivitätszeitraum 17. Januar
Radiant 08h 45m +18 Grad
Sternbild Krebs
ZHR 4
Populationsindex 3,0
Geschwindigkeit der Meteore 30 km/sec
Höhe h 40 Grad
Bemerkungen Es handelt sich um langsame Sternschnuppen! Allerdings ist mit nur vier Meteoren pro Stunde zu rechnen, die aber sehr hell sein können.

38 Alpha Leoniden

 
Aktivitätszeitraum 24. - 31. Januar
Radiant 10h 10min +12 Grad
Sternbild Löwe
ZHR 1
Populationsindex 3,0
Höhe h 33 Grad

Februar


2 Löwe

3 Löwe

 

 

 

 

 

39 Fuhrmann

 

 

 

 

 

 

40 Löwe

2 Februar Leoniden

Maximum mehrere
Aktivitätszeitraum 1. - 28. Februar
Radiant 11h 00min +06 Grad
Sternbild Löwe
ZHR 5
Populationsindex 3,0
Höhe h 31 Grad

3 Delta Leoniden

DLE

Maximum mehrere
Aktivitätszeitraum 15. Februar - 10. März
Radiant 11h 12min +16 Grad am Tag des Maximums
Sternbild Löwe
ZHR 2
Populationsindex 3,0
verursachender Asteroid (4450) Pan
Geschwindigkeit der Meteorite 23 km/sec
Höhe h 32 Grad
Bemerkungen

Im Aktivitätszeitraum bewegt sich der Radiant durch das gesamte Sternbild des Löwen. Am Tage des Aktivitätsmaximums liegt der Radiant knapp 4° südlich von δ-Leonis.
Da zur selben Zeit die Februar-Leoniden aktiv sind, deren Radiant sich unweit vom Radianten der Delta-Leoniden befindet, benötigt man ein wenig Erfahrung, um die Meteore dieser beiden Meteorströme auseinander zu halten.

39 Aurigiden

Maximum 7. Februar
Aktivitätszeitraum 5. - 10. Februar
Radiant 05h 15min +46 Grad
Sternbild Fuhrmann
ZHR 2
Populationsindex 3,0
Höhe h 15 Grad
Bemerkungen

Zwischen dem 6. und 9. Februar sind die Alpha-Aurigiden zu erwarten. Das Maximum ist nicht sehr ausgeprägt. Der Ausstrahlungspunkt liegt in der Nähe von Kapella. Der Strom beinhaltet nur wenige, langsame, dafür aber helle Objekte. Die beste Beobachtungszeit ist gegen Mitternacht. Anscheinend versiegt dieser Sternschnuppenstrom langsam.

40 Sigma Leoniden

 
Aktivitätszeitraum 25. - 26. Februar
Radiant 11h 20min +6 Grad
Sternbild Löwe
ZHR 1
Populationsindex 3,0
Höhe h 30 Grad

März

41 Löwe

42 Jungfrau

43 Löwe - Großer Bär

 

 

 

45 Jungfrau

 

46 Jungfrau

 

47 Löwe

48 Drache

41 Rho Leoniden

 
Aktivitätszeitraum 1. - 4. März
Radiant 10h 30min +9 Grad
Sternbild Löwe
ZHR 1
Populationsindex 3,0
Höhe h 20 Grad

42 Pi Virginiden

 
Aktivitätszeitraum 3.–  9. März
Radiant 12h 0min +6 Grad
Sternbild Jungfrau
ZHR 1
Populationsindex 3,0
Höhe h 30 Grad

43 Leoniden - Ursiden

 
Aktivitätszeitraum 10.–  11. März
Sternbild zwischen Löwe und Großer Bär
ZHR 1
Populationsindex 3,0
Höhe h 30 Grad

44 März Aquariden

 
Aktivitätszeitraum 15.–  18. März
ZHR 1
Populationsindex 3,0

45 Eta Virginiden

 
Aktivitätszeitraum 18.–  19. März
Radiant 12h 20min +0 Grad
Sternbild Jungfrau
ZHR 1
Populationsindex 3,0
verursachender Komet ekliptikal
Höhe h 20 Grad

46 Theta Virginiden

 
Aktivitätszeitraum 20.–  21. März
Radiant 13h 10min -05 Grad
Sternbild Jungfrau
ZHR 1
Populationsindex 3,0
verursachender Komet ekliptikal
Höhe h 25 Grad

47 Beta Leoniden

 
Aktivitätszeitraum 29.–  31. März
Radiant 12h 00min +15 Grad
Sternbild Löwe
ZHR 1
Populationsindex 3,0
Höhe h 20 Grad

48 Eta Draconiden

 
Aktivitätszeitraum 29.–  31. März
Radiant 16h 24min +62 Grad
Sternbild Drache
ZHR 1
Populationsindex 3,0
Höhe h 76 Grad

April

49 Drache
50 Jungfrau

 

61 Waage

 

51 Kleiner Bär

 

5 Fuhrmann

49 Tau Draconiden

Aktivitätszeitraum 1.–  2. April
Radiant 19h 20min +73 Grad
Sternbild Drache
ZHR 3
Populationsindex 3,0
verursachender Komet 21/P Giacobini-Zinner
Höhe h 60 Grad

50 Alpha Virginiden

 
Maximum 12. April
Aktivitätszeitraum 7.–  18. April
Radiant 13h 20min -11 Grad
Sternbild Jungfrau
ZHR 1
Populationsindex 3,0
Höhe h 10 Grad

61 Libriden

Maximum mehrere
Aktivitätszeitraum 15.–  30. April
Radiant 15h 12min -18 Grad
Sternbild Waage
ZHR 5
Populationsindex 3,0
Geschwindigkeit der Meteorite 30 km/sec
Höhe h 13 Grad

51 April Ursiden

 
Aktivitätszeitraum 19.–  20. April
Radiant 14h 40min +77 Grad
Sternbild Kleiner Bär
ZHR 1
Populationsindex 3,0
Höhe h 60 Grad

5 Alpha – Bootiden

Maximum 28. April
Aktivitätszeitraum 14. April – 12. Mai
Radiant 14h 32min +19 Grad
Sternbild Bootes (Bärenhüter)
ZHR 2
Populationsindex 3,0
Geschwindigkeit der Meteorite 20 km/sec
Höhe h 38 Grad

Mai

67 Wassermann

 

 

 

 

 

7 Leier

 

 

 

 

 

 

52 und 53 Schlangenträger

55 Eta Aquariden

Maximum 5. Mai
Aktivitätszeitraum 19. April - 20. Mai
Radiant 22h 34min +0,5 Grad
Sternbild Wassermann
ZHR 40 - 85
Populationsindex 2,4
verursachender Komet 1P/Halley
Geschwindigkeit der Meteore 66 km/sec
Höhe über dem Horizont 20 Grad
Bemerkungen Bei uns erreicht der Radiant am 5. Mai vor dem Beginn der Dämmerung eine Höhe von maximal 30 Grad über dem Horizont. Dadurch besitzen die Meteore der Eta-Aquariiden einen flachen Eintrittswinkel in die Atmosphäre, wodurch die Meteorbahnen am Himmel oft auffallend lang erscheinen. Bei einer Radiantenhöhe und einer Grenzgröße von 5 mag sind im Maximum vielleicht 10 Meteore zu beobachten. Die schnellen Meteore hinterlassen auffallend lange Leuchtspuren. Deswegen sind sie in den Tropen ein auffallender Meteorstrom.

7 Eta – Lyriden

ELY

Maximum 8. Mai
Aktivitätszeitraum 3. – 14. Mai
Radiant 19h 08min +44 Grad
Sternbild Leier
ZHR 3
Populationsindex 3,0
Verursachender Komet C/1983 H1
Geschwindigkeit der Meteorite 43 km/sec
Höhe h 45 Grad
Bemerkungen

Bei den Eta-Lyriden handelt es sich um einen schwachen, von Mitteleuropa beobachtbaren Meteorstrom. Der Radiant liegt im östlichen Areal des Sternbildes Leier (lateinisch Lyra), etwa 8° nordöstlich seines sehr hellen Hauptsterns Wega.

52 Südliche Mai Ophiuchiden

 
Aktivitätszeitraum 13.–  18. Mai
Sternbild Schlangenträger
ZHR 2
Populationsindex 3,0
Höhe h 25 Grad

53 Nördlichen Mai Ophiuchiden

 
Aktivitätszeitraum 18.–  19. Mai
Sternbild Schlangenträger
ZHR 2
Populationsindex 3,0
Höhe h 45 Grad

Juni

8 Widder

 

 

 

54 Herkules

 

9 Leier

 

 

 

 

 

62 Schütze

 

 

10 Schlangenträger

 

 

 

11 Bootes

 

 

 

 

 

57 Wassermann

8 Arietiden

nur tagsüber
Maximum 7. Juni
Aktivitätszeitraum 22. Mai bis 2. Juli
Radiant 2h 56min +24 Grad
Sternbild Widder
ZHR 1
Populationsindex 3,0
Bemerkungen

Da die Arietiden in Mitteleuropa nur tagsüber oberhalb des Horizontes zu finden sind, kann man diese dort mit dem bloßen Auge nicht beobachten. Sie können nur mit Hilfe von Radiowellen registriert werden.Sofern Meteore in die Atmosphäre eintreten, hinterlassen sie kurzlebige ionisierte Spuren, welche bestimmte Radiowellen gut reflektieren. Beim Einsatz von geeigneten Radioquellen können die von den Ionisationsspuren reflektierten Signale mit Hilfe von Detektoren registriert werden.

54 Tau Herculiden

 
Aktivitätszeitraum 9.–  10. Juni
Radiant 16h 20min +46 Grad
Sternbild Herkules
ZHR 1
Populationsindex 3,0
Höhe h 40 Grad

9 Juni – Lyriden

Maximum 15. Juni
Aktivitätszeitraum  11. – 21. Juni
Radiant 18h 32min +35 Grad
Sternbild Leier
ZHR variabel
Populationsindex 3,0
Geschwindigkeit der Meteoriten 31 km/sec
Höhe h 57 Grad
Bemerkungen

Der Radiant der Juni-Lyriden liegt im Sternbild Leier, wenige Grad südlich vom Hauptstern Wega. Gewöhnlich besitzt dieser Strom eine geringe Meteorrate von nicht einmal 5 Meteoren pro Stunde, jedoch wurden in der Vergangenheit auch schon erhöhte Raten beobachtet. Zuletzt konnten im Jahre 1996 mehrere Beobachter unabhängig voneinander eine erhöhte Rate beobachten.

62 Sagittariden

Maximum 19. Juni
Aktivitätszeitraum 1. Juni –  15. Juli 
Radiant 18h 16min -23 Grad
Sternbild Schütze
ZHR 5
Populationsindex 3,0
Geschwindigkeit der Meteoriten 30 km/sec
Höhe h 1 Grad

10 Ophiuchiden

Maximum 20. Juni
Aktivitätszeitraum 17. – 26. Juni
Radiant 17h 22min -20 Grad
Sternbild Schlangenträger
ZHR 5
Populationsindex 3,0
Höhe h 1 Grad
Bemerkungen

Die Ophiuchiden sind ein relativ unscheinbarer Meteorstrom

11 Juni – Bootiden

JBO

Maximum 27. Juni 
Aktivitätszeitraum 22. Juni – 2. Juli 
Radiant 14h 56min +48 Grad
Sternbild Bootes (Bärenhüter)
ZHR variabel
Populationsindex 2,2
Verursachender Komet 7P/Pons – Winnecke
Geschwindigkeit der Meteoriten 18 km/sec
Höhe h 25 Grad
Bemerkungen

Gewöhnlich ist die ZHR der Juni-Bootiden so gering, dass der Meteorstrom kaum auffällt. 1998 stieg die ZHR für eine kurze Zeit auf ca. 100 Meteore/h an, während die ZHR im Jahre 2004 auf ca. 50 Meteore/h anstieg.

57 Tau Aquariden

 
Maximum 28. Juni 
Aktivitätszeitraum 19. Juni – 5. Juli 
Radiant 22h 48min -12 Grad 45 Minuten
Sternbild Wassermann
ZHR 1 *
Populationsindex 2,2
Verursachender Komet 7P/Pons – Winnecke
Geschwindigkeit der Meteoriten 18 km/sec
Höhe h 25 Grad

Juli


12 Pegasus
 

65 Schwan


13 Wassermann Nord 13 Wassermann Süd

 

 

 

 

 


56 Steinbock

12 Pegasiden

Maximum 9. Juli  
Aktivitätszeitraum 7. bis 13. Juli 
Radiant 22h 40min +15 Grad
Sternbild Pegasus
ZHR 3
Populationsindex 3,0
Verursachender Komet C/1979 Y1 (Bradfield) 
Geschwindigkeit der Meteorite 70 km/sec
Höhe h 57 Grad
Bemerkungen

Der Radiant der Pegasiden befindet sich im Sternbild Pegasus, ca. 5 Grad westlich vom Stern α Pegasi. Für Mitteleuropa bietet sich als beste Beobachtungszeit die zweite Nachthälfte an, da hier der Radiant eine ausreichende Höhe über dem Horizont erreicht und die Erde sich mit dem Radiant in Flugrichtung durch den Weltraum bewegt.

65 Alpha Cygniden

Maximum 18. Juli
Aktivitätszeitraum 11.–  30. Juli  
Radiant 20h 20min +47 Grad
Sternbild Schwan
ZHR 2
Populationsindex 3,0
Geschwindigkeit der Meteorite 37 km/sec
Höhe h 53 Grad

13 Juli – Aquariden  

(Delta – Aquariden) SDA

Maximum 28. Juli
Aktivitätszeitraum 15. Juli – 25. August
Radiant 22h 20min -05 Grad
Sternbild Wassermann
ZHR 20
Populationsindex 3,0
Verursachender Komet ekliptikal
Geschwindigkeit der Meteorite 41 km/sec
Höhe h 30 Grad
Bemerkungen

Der Zweitname bezieht sich auf die Lage des Radianten (Fluchtpunkt) nahe beim Stern Delta Aquarii. Anfang Mai gibt es einen Meteorstrom mit annähernd derselben Herkunftsrichtung, die Mai-Aquariiden.
Bei genauerer Betrachtung ist zwischen südlichen und nördlichen Delta-Aquariiden zu unterscheiden. Erstere haben ihr Maximum am 29. Juli, weitere treten von Mitte Juli bis Anfang September auf mit einem Maximum um den 13. August.

56 Alpha Capricorniden

CAP

Aktivitätszeitraum 15. Juli – 10. August
Radiant 20h 20min -12 Grad
Sternbild Steinbock
ZHR 1*
Populationsindex 3,0*
Höhe h 4 Grad
Bemerkungen

Es handelt sich um langsame und oft sehr helle Meteore, die die ganze Nacht über zu sehen sind.

August


58 Wassermann



15 Schwan

 

 

 

 


59 Wassermann

 


60 Fluß Eridanus

 

 

 


16 Fuhrmann

58 Südliche Iota Aquariden

Maximum 6. August
Aktivitätszeitraum 1.Juli – 18. September  
Radiant 22h 16min -15 Grad
Sternbild Wassermann
ZHR 2
Populationsindex 2,2
Höhe h 25 Grad

15 Kappa – Cygniden

KCG

Maximum 17. August
Aktivitätszeitraum 3. bis – 25. August
Radiant 19h 04min +59 Grad
Sternbild Schwan
ZHR 3
Populationsindex 3,0
Geschwindigkeit der Meteorite 25 km/sec
Höhe h 37 Grad
Bemerkungen

Der Radiant verlagert sich nur geringfügig, wodurch die Radiantenposition kontinuierlich etwa 5 Grad nördlich des Sternes κ-Cygni liegt.

59 nördliche Iota Aquariden

Maximum 25. August  
Aktivitätszeitraum 11. August – 10. September  
Radiant 21h 48min -06 Grad
Sternbild Wassermann
ZHR 1*
Populationsindex 2,2
Höhe h 25 Grad

60 Pi Eridaniden

Maximum 25. August  
Aktivitätszeitraum 20. August – 5. September  
Radiant 03h 28min -15 Grad
Sternbild Fluß Eridanus
ZHR 4
Populationsindex 2,2
Geschwindigkeit der Meteorite 59 km/sec
Höhe h 25 Grad

16 Aurigiden

Maximum 31. August
Aktivitätszeitraum 28. August – 5. September 
Radiant 05h 20min +44 Grad
Sternbild Fuhrmann
ZHR 6
Populationsindex 2,5
Verursachender Komet C/1911 N1 Kiess
Geschwindigkeit der Meteorite 66 km/sec
Höhe h 49 Grad
Bemerkungen

Der Radiant befindet sich während des Aktivitätszeitraumes im Sternbild Fuhrmann, wobei er sich immer südlich des Sternes Capella befindet.

September


63 Fuhrmann

64 Perseus

 

 

 


66 Widder - Dreieck

 

 


17 Fische

 

 

 

 

 

 

 

 

 


67 kappa Aquariden

63 Alpha Aurigiden

AUR

Maximum 1. September
Aktivitätszeitraum 25. August - 8. September
Radiant 05h 20min +44 Grad
Sternbild Fuhrmann
ZHR 7
Populationsindex 2,2
Geschwindigkeit der Meteorite 66 km/sec
Höhe h 50 Grad

64 September Perseiden

SPE

Maximum 9. September   
Aktivitätszeitraum 5. – 17 September  
Radiant 03h 12min +40 Grad
Sternbild Perseus
ZHR 5
Populationsindex 2,2
Geschwindigkeit der Meteorite 64 km/sec
Höhe h 80 Grad

66 Ariiden Trianguliden

Maximum 12. September   
Aktivitätszeitraum 9. – 16. September  
Radiant 02h 00min +29 Grad
Sternbild Widder - Dreieck
ZHR 3
Populationsindex 2,2
Geschwindigkeit der Meteorite 35 km/sec
Höhe h 63 Grad

17 Pisciden

Maximum 20. September 
Aktivitätszeitraum 1. bis – 30. September 
Radiant 00h 20min +02 Grad
Sternbild Fische
ZHR 3
Populationsindex 3,0*
Verursachender Komet ekliptikal
Geschwindigkeit der Meteorite 26 km/sec
Höhe h 27 Grad

Bemerkungen

Im Gegensatz zu den meisten anderen Meteorströmen ist die beste Beobachtungszeit der Pisciden nicht am Morgenhimmel, sondern schon gegen Mitternacht, wo das Sternbild annähernd im Süden steht.
Nach neueren Quellen zeigt der Strom nur mehr zwischen 1. und 30. September eine merkliche Meteorzahl und wird mit anderen ekliptikalen Schauern unter dem Begriff Anthelion-Strom zusammengefasst.
Die maximale Zahl der relativ langsam (mit etwa 26 km/s) fliegenden Sternschnuppen, die so genannte Zenithal Hourly Rate (ZHR) beträgt zum Maximum um den 12. bis 15. September etwa 3-5 pro Stunde, wird aber in unseren zu weit nördlichen Breiten nicht ganz erreicht. Das Maximum ist sehr flach, weil die Sternschnuppen zum ekliptikalen Typ gehören, also relativ weit in der Erdbahnebene verstreut sind.

67 Kappa Aquariden

Maximum 20. September   
Aktivitätszeitraum 8. – 30. September  
Radiant 22h 36min -02 Grad
Sternbild Wassermann
ZHR 3
Populationsindex 2,2
Geschwindigkeit der Meteorite 16 km/sec
Höhe h 3 Grad

Oktober



68 Widder

 

 



20 Fuhrmann

 

 

 

 

 


21 Zwillinge

 

 

 

 


23 Kleiner Löwe

68 Oktober Arietiden

Maximum 8. Oktober  
Aktivitätszeitraum 1. bis – 31. Oktober  
Radiant 02h 08min +08 Grad
Sternbild Widder
ZHR 5
Populationsindex 3,0*
Geschwindigkeit der Meteorite 28 km/sec
Höhe h 32 Grad

20 Delta – Aurigiden

DAU

Maximum 11. Oktober
Aktivitätszeitraum 10.– 18. Oktober    
Radiant 05h 36min +44 Grad
Sternbild Fuhrmann
ZHR 5
Populationsindex 2,9
Geschwindigkeit der Meteorite 64 km/sec
Höhe h 83 Grad
Bemerkungen

Der Radiant befindet sich im nördlichen Areal des Sternbildes Fuhrmann.
Die Delta-Aurigiden wurde über viele Jahre gemeinsam mit den September-Perseiden als ein Meteorstrom betrachtet. Erst genauere Untersuchungen ergaben, dass es sich um zwei separate Ströme handelt, die nahtlos ineinander übergehen.

21 Epsilon – Geminiden

EGE

Maximum 18. Oktober
Aktivitätszeitraum 14.– 27. Oktober    
Radiant 06h 48min +27 Grad
Sternbild Zwillinge
ZHR 3
Populationsindex 3,0
Geschwindigkeit der Meteorite 70 km/sec
Höhe h 64 Grad
Bemerkungen

Bei den Epsilon-Geminiden handelt es sich um einen Meteorstrom, welcher in der zweiten Oktoberhälfte beobachtbar ist. Der Radiant befindet sich etwa 15 Grad westlich vom Stern Pollux. Während des gesamten Aktivitätszeitraumes besitzen die Epsilon-Geminiden nur eine geringe Aktivität.
Da zur selben Zeit die Orioniden aktiv sind, deren Radiant sich etwa 15 Grad südlich befindet, benötigt man ein wenig Erfahrung, um die Meteore dieser beiden Meteorströme auseinander zu halten.

23 Leo - Minoriden

LMI

Maximum 24. Oktober   
Aktivitätszeitraum 19. – 27. Oktober
Radiant 10h 48min +37 Grad
Sternbild Kleiner Löwe
ZHR 2
Populationsindex 3,0
Verursachender Komet C/1739 K1   
Geschwindigkeit der Meteorite 62 km/sec
Höhe h 34 Grad
Bemerkungen

Sein Radiant befindet sich im östlichen Areal des Sternbildes Kleiner Löwe, etwa 3 Grad östlich des Sternes β Leonis Minoris.

November



19 Stier

 

 

 

 

 


24 Stier

 

 

 

 


25 Löwe

 

 

 

 

 

 

 


26 Einhorn

19 Südliche Tauriden

STA

Maximum 5. November  
Aktivitätszeitraum 10. September – 20. November   
Radiant 02h 08min +09 Grad wandert
Sternbild Stier
ZHR 5
Populationsindex 2,3
Verursachender Komet 2P/Encke und einige Planetoiden 
Geschwindigkeit der Meteorite 27 km/sec
Höhe h 9 Grad
Bemerkungen

Die Tauriden sind ein ekliptikaler Meteorstrom, der in zwei separate Sternschnuppenschwärme unterteilt wird – die Nördlichen Tauriden und die Südlichen Tauriden. Die beiden Teilströme sind zwischen September und Dezember aktiv. In diesem Zeitraum bewegen sich die beiden Radianten, welche einen gegenseitigen Abstand von ca. 5 Grad besitzen, vom Sternbild Pisces über das Sternbild Aries in das Sternbild Taurus hinein. Beide Ströme haben eine ZHR von 5 Meteoren/h. In der ersten Novemberhälfte sind vermehrt helle Feuerkugeln beobachtet worden.

24 Nördlichen Tauriden

NTA

Maximum 12. November     
Aktivitätszeitraum 20. Oktober  –  10. Dezember     
Radiant 03h 52min +22 Grad wandert
Sternbild Stier
ZHR 5
Populationsindex 2,3
Verursachender Komet 2P/Encke und einige Planetoiden  
Geschwindigkeit der Meteorite 27 km/sec
Höhe h 33 Grad

25 Leoniden

LEO

Maximum 17. November    
Aktivitätszeitraum 6.–  30. November     
Radiant 10h 08min +22 Grad
Sternbild Löwe
ZHR 20
Populationsindex 2,5
Verursachender Komet 55P/Tempel/Tuttle   
Geschwindigkeit der Meteorite 71 km/sec
Höhe h 58 Grad
Bemerkungen

Sein Radiant liegt im Sternbild des Löwen (lat. „leo“ = „der Löwe“), etwa 10° nordöstlich des Sterns Regulus.
Alle 33 Jahre kann es jedoch zu einem besonderen Spektakel kommen: Kreuzt die Erde die Umlaufbahn des Kometen Tempel-Tuttle kurz nachdem dieser das innere Sonnensystem durchquert hat, so ist die Zahl der sichtbaren Leoniden-Meteore besonders groß. Es kommt dann zu einem Meteorsturm mit mehreren tausend Meteoren pro Stunde, wie es beispielsweise 1966 der Fall war. Im November 1833 sollen pro Stunde sogar bis zu 200.000 Sternschnuppen beobachtet worden sein. Der nächste große Schauer wird 2032 erwartet.

26 Alpha – Monocerotiden

AMO

Maximum 21. November    
Aktivitätszeitraum 15.–  25. November      
Radiant 07h 48min +01 Grad
Sternbild Einhorn
ZHR variabel
Populationsindex 2,4
Geschwindigkeit der Meteorite 65 km/sec
Höhe h 42 Grad
Bemerkungen

Gewöhnlich sind im Maximum der Alpha Monocerotiden 5 Meteore pro Stunde beobachtbar. Jedoch wurde in den Jahren 1925, 1935, 1985 und 1995 eine erhöhte Aktivität von mehreren hundert Meteoren pro Stunde gesichtet.

Dezember

27 Orion

 

 

 

 


28 Einhorn

 

 

 

 

 


29 Wasserschlange

 

 


31 Haar der Berenices

 

 


32 Kleiner Löwe

 

 


33 Kleiner Bär

27 Chi – Orioniden

Maximum 2. Dezember      
Aktivitätszeitraum 25. November –  31. Dezember       
Radiant 05h 03min +20 Grad
Sternbild Orion
ZHR 3
Populationsindex 3,0
Verursachender Asteroid 2201 Oljato
Geschwindigkeit der Meteorite 28 km/sec
Höhe h 36 Grad
Bemerkungen

In manchen Meteorstromlisten taucht der Strom der Chi-Orioniden nicht mehr als eigenständiger Meteorstrom auf, sondern wird mit anderen ekliptiknahen Strömen zu einem ganzjährig aktiven Strom zusammengefasst, der Antihelion-Quelle genannt wird.

28 Monocerotiden

MON

Maximum 8. Dezember      
Aktivitätszeitraum 12. November –  17. Dezember       
Radiant 06h 40min +08 Grad wandert
Sternbild Einhorn
ZHR 2
Populationsindex 3,0
Verursachender Komet P/Mellish    
Geschwindigkeit der Meteorite 42 km/sec
Höhe h 32 Grad
Bemerkungen

Zum Aktivitätsbeginn am 27. November befindet sich der Radiant im Sternbild Orion, knapp östlich von Stern Beteigeuze. Anschließend verlagert er sich ca. 1 Grad östlich pro Tag. Am Tag des Maximums befindet sich der Radiant im nördlichen Areal des Sternbildes Monoceros.

29 Sigma – Hydriden

HYD

Maximum 12. Dezember      
Aktivitätszeitraum 3.–  15. Dezember       
Radiant 08h 28min +02 Grad
Sternbild Wasserschlange
ZHR 3
Populationsindex 3,0
Geschwindigkeit der Meteorite 58 km/sec
Höhe h 38 Grad

31 Coma Bereniciden

COM

Maximum 15. Dezember
Aktivitätszeitraum 12. Dezember bis 23. Januar
Radiant 11h 40min +18 Grad
Sternbild Haar der Berenice
ZHR 3
Populationsindex 3,0*
Höhe h 55 Grad
Bemerkungen

Im Maximum am 19. Dezember treten nur etwa 5 Meteore in der Stunde auf.

32 Dezember – Leonis - Minoriden

Maximum 19. Dezember      
Aktivitätszeitraum 5. Dezember –  4. Februar       
Radiant 10h 44min +30 Grad
Sternbild Kleiner Löwe
ZHR 5
Populationsindex 3,0*
Höhe h 72 Grad

33 Ursiden

URS

Maximum 23. Dezember      
Aktivitätszeitraum 17.–  26. Dezember       
Radiant 14h 28min +76 Grad
Sternbild Kleiner Bär
ZHR 10
Populationsindex 3,0
Verursachender Komet 8P/Tuttle  
Geschwindigkeit der Meteorite 33 km/sec
Höhe h 54 Grad
Bemerkungen

Sein Radiant liegt im Sternbild Ursa Minor beim Stern Kochab. Der Radiant ist somit zirkumpolar.
Die Umlaufszeit von 8P/Ttuttle beträgt 13,5 Jahre. Interessanterweise fielen die beobachteten Ausbrüche der Ursiden in den Jahren 1945, 1973 und 1986 nicht etwa mit der Sonnennähe, sondern mit der Sonnenferne des Kometen zusammen. Peter Jenniskens und Esko Lyytinen entwickelten ein Modell, das dieses ungewöhnliche Phänomen u.a. durch die Schwerkraftwirkung des Planeten Jupiter erklärte. Die gleichen Autoren sagten für den 22. Dezember 2000 – wieder war der Komet in Sonnenferne – einen erneuten Ausbruch der Ursiden vorher. Zahlreiche Beobachter legten sich auf die Lauer, doch die Ergebnisse waren widersprüchlich. Vor allem Videoaufnahmen und Radioechos deuteten auf verstärkte Meteor-Aktivität hin, doch es blieben Zweifel an der dabei angewandten Methodik. Hinzu kam, dass visuelle Beobachter nur die üblichen niedrigen Ursiden-Raten registrierten.

 
 

* war der Populationsindex nicht bekannt, wurde zur Rechnung ein Wert von 3,0 angenommen.
Beiden schwachen Meteorströmen wurde in der Rechnung ein ZHR von 1 eingesetzt.

letztes Update 28/10/14