Asterismus

 
     
  Als Asterismus (von lateinisch astrum aus griechisch ἄστρον astron „Sternbild, Gestirn, Stern“) wird in der Astronomie eine Gruppe von (meist hellen) Sternen bezeichnet, die eine auffällige Form oder Figur am Himmel bildet.  
  Der Asterismus ist eine Gruppe von Sternen, die von der Erde aus gesehen beisammen stehen, die aber unterschiedliche Entfernungen haben. Sie sind also nicht durch die Schwerkraft aneinander gebunden.  
  Ein Asterismus kann Teil eines Sternbildes sein und aus benachbarten Sternen bestehen (Beispiele hierfür sind der „Große Wagen“); er kann aber auch auffallende Sterne unterschiedlicher Sternbilder einbeziehen, wie etwa das Sommerdreieck oder das Wintersechseck, deren Sterne sich über einen großen Teil des Himmels verteilen.  
  Beispiel:  
 

Messier 73

 
 
  Das Objekt wurde von Charles Messier für einen offenen Sternhaufen gehalten. Es sind jedoch nur 4 Sterne, die zufällig für uns nahe beieinander stehen. Lange Zeit war nicht geklärt, ob es sich bei Messier 73 um einen „richtigen“ Offenen Sternhaufen handelt, also eine Gruppe von physikalisch gebundenen Sternen, oder nur um ein zufälliges Muster. Mittlerweile konnte durch Messung der Eigenbewegungen und Radialgeschwindigkeiten nachgewiesen werden, dass es sich bei Messier 73 weder um einen Offenen Sternhaufen noch um den Überrest eines solchen handelt, sondern um eine zufällige Fluktuation der Sterndichte auf dieser Sichtlinie.